Thursday, August 1, 2013

Ain't No Mountain High Enough

Schreibblockaden wie meine Mitbewohnerin habe ich nicht, hatte nur einfach keine Zeit oder keine Lust. Ich genieße das Leben in Banff in vollen Zügen. Das schließt Karaoke-Nights, Partys und jede Menge Hikes mit ein. Jetzt bin ich schon auf dem Sulphur Mountain und dem Tunnel Mountain gewesen.

An die Höhenluft in Banff habe ich mich ja nun gewöhnt, aber nochmal 670 Meter höher auf dem Sulphur Mountain wird die Luft dann merkbar dünner. Zum Glück riecht man dem Schwefel nur für einen kurzen Streckenabschnitt. Sonst würde da wohl auch niemand hochgehen.


wer faul ist, nimmt die Gondola
Man merkt auch wer in unserer Gruppe in den Bergen aufgewachsen ist und wer nicht. Ich kann definitiv keine Unterhaltung mehr in 2000 Meter Höhe führen und dabei noch laufen. Bin aber auch nicht alleine damit. Beneidenswert ist der kleine aus Irland allerdings schon mit seinen 13 Jahren. Rennt den Berg rauf und runter und hinter ihm schleppen sich die anderen den Berg hoch. Hätte von seiner Energie mal was abgeben können. Trotzdem hat sich der Aufstieg gelohnt.




almost on top


Ein atemberaubender Blick über das Bow-Valley und Banff. Das Wetter spielt zum Glück auch mit. Es ist zwar etwas bewölkt, tut der Stimmung und dem Ausblick aber keinen Abbruch.








no idea what the guy was doing there
 
Zum Glück geht es bergab ja wesentlich einfacher und auch schneller. Auch wenn man bedenken sollte, dass es an einigen Stellen ziemlich rutschig werden kann. Stehen ja überall Warnschilder. Wir kommen alle heil und gesund unten an und gerade rechtzeitig zum Regenschauer sind wir wieder im Hostel.

Ein paar Tage später beschließt die wesentlich kleinere Volley-Gruppe auf den Tunnel-Mountain zu hiken. Das ist der Berg, den ich schon immer halb zum Hostel hochgehen muss und wo ich auf dem falschen Trail gelandet bin. diesmal nehme ich zur Sicherheit auch 'ne Karte mit. Hab keine Lust wieder vor der Felswand zu stehen.





Mit Plan und dem richtigen Trail ist es auch nicht so schwer auf die Spitze des Berges zu kommen. Ist ja auch nur halb so hoch wie der Sulphur. Wir genießen den Ausblick und stellen fest, dass der Sulphur Mountain doch ein ganzes Stück höher ist. Na ich kletter trotzdem noch mal rauf. So viel ist sicher. Vom Tunnel Mountain aus können wir auch unser Hostel sehen. Niedlich von hier oben. Auch die umliegenden Berge sehen von hier oben immer noch höher aus.


 
 
in der Mitte das HI-Banff Alpine Centre
 

Bow Valley

Steffen & Sara
Trotzdem habe ich mir fest vorgenommen auf den Mount Rundle zu gehen. Das wird dann aber  wohl eine Tagestour. Hab mir aber sagen lassen, dass es sich mehr als lohnen soll. Na wehe nicht. Dann gibt's was zu hören. Wenn ich danach noch Luft bekomme.  Nach einer Stunde Sonnenbaden und Fossilien suchen (ja die gibt's hier oben) machen wir uns wieder an den Abstieg.

Fossil auf Tunnel Mountain

Da immer nur auf Berge klettern ja auch irgendwie langweilig ist, schließen Steffen, Katja und ich uns dem kleinen "Spaziergang" zum Sundance Canyon an. Da wir hier nicht wirklich einen Höhenunterschied überwinden zählt das nicht als Hike. Am Bow River geht es lang. Strahlender Sonnenschein hebt die Laune und wir genießen den Ausblick. Irgendwann macht der Trail einen Schwenk vom Fluss weg und etwas mehr in den Wald hinein. Eigentlich kein Problem. Wäre diese ganze Ebene nur nicht vor kurzem noch geflutet gewesen. Stehende Gewässer sind Brutstätte für was? Genau... Moskitos. Und das zu tausenden. Und ich übertreibe hier nicht. Sprechen konnte man nicht, dann hatte man die Biester gleich zwischen den Zähnen. Moskito-Spray hat nichts gebracht, ebenso wenig lange Kleidung. Die stechen da einfach durch. Also haben wir einen Sprint hingelegt um zum Canyon zu kommen. Aber bis dahin sind wir leider nicht gekommen. Am Fluss entlang auf einem schmalen Pfad balancieren ist eine ziemlich blöde Idee, wenn man das Gleichgewicht nicht halten kann weil man nur mit den Armen rudert und nichts sehen kann vor Stechviechern. Also wieder zurück durch die Moskitowolke. Bin ja nun so überhaupt kein Fan vom Joggen, aber damit ich da schneller durchkomme kann ich eine ziemlich lange Strecke zurücklegen.

Bow River



hat Steffen auch nicht viel geholfen


insgesamt über 40 Stiche in 30 Minuten; davon 7 im Gesicht
Wir haben abends dann auch einstimmig beschlossen, keine Hikes mehr in der Nähe von stehenden Gewässern. Und weil wir irgendwie auf das Thema Pancakes gekommen sind, macht Steffen uns die besten Pancakes überhaupt. Und weil wir uns nach den Pancakes so viel besser fühlen, buchen Steffen und ich unsere Moose Tour nach Jasper.


Steffen, bester Pancake-Koch ever!

die waren sooooooo lecker

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