Wednesday, January 29, 2014

Nightmare

Na also den Sonntag hätte ich gerne gestrichen. Das war ja einzige Katastrophe. Zum einen sportlich. Dänemark verliert im Finale gegen die (sorry) blöden Franzosen. Ja, ich weiß... besser gespielt und verdient gewonnen. Ich kann sie trotzdem nicht leiden!

Maki sieht mir schon an, dass ich nicht in bester Laune bin. Auf die Frage: Wie ist es denn ausgegangen? Antworte ich mit: Wir haben verloren. Maki ist verwirrt und ich merke auch wieso. Wieso wir? Deutschland hat doch gar nicht mitgespielt. Das hat sich Maki gemerkt, als wir uns am Freitag das Match um Platz 5 angesehen haben.

"Wir" bedeutet in jeder Sportart etwas anderes. Zumindest ist da in meinem Fall so. Im Hockey ist das Halifax bzw. Canada, im Fußball Liverpool bzw. England und im Handball sind das Die Recken bzw. Deu... äh, Dänemark. Oh, oh... na wie ich das erklären soll, weiß ich selber nicht. Okay, wenn Deutschland dann mal wieder mitspielt bin ich auch für unser Team. Ist doch klar.

Trotzdem ist mit guter Laune heute nichts mehr zu holen. Da helfen auch Spaghetti mit Soße nichts. Aber der Tag war ja dann irgendwann zu Ende und irgendwann wird man dann doch müde.

Aber die Nacht war dann noch gruseliger als die Bilder der feiernden Franzosen. Um 2:30am in der Nacht werde ich wach, weil Manami redet. Ich drehe mich um und im dunklen Zimmer hockt irgend so ein fremder Typ auf dem Boden. Aaaaaaaaaaaahhhhhh!

Da vergisst man einmal die Tür abzuschließen. Wir wohnen hier oben in der 2. Etage mit Grant und Wade im Zimmer nebenan und Lennart und Joscha vom Personal auf der anderen Seite vom Flur. Hier verirrt sich keiner her. Schon gar nicht betrunken 2 Stockwerke im dunklen Treppenhaus. Dachte ich zumindest.

Der Typ hat Glück, dass ich meinen ersten Impuls loszuschreien und den Zweiten, ihn mit einem Fußtritt aus dem Zimmer zu befördern unterdrückt habe. Ich bin ja durchaus hilfsbereit, aber die Treppe helfe ich ihm nicht runter. mir auch ehrlich gesagt egal, ob der nun auf dem Flur schläft oder im Bad. Jedenfalls nicht in unserem Zimmer!

Die nächsten 3 Stunden kriege ich kein Auge zu. Jeder Horrorstreifen fällt mir wieder ein und jeder Horrorroman oder Psychothriller den ich mal gelesen habe. Und das waren erschreckenderweise eine ganze Menge. 

Wie betrunken muss man sein um nicht zu bemerken, dass:
  1. man gewöhnlich nicht 2 Stockwerke eine gewundene Treppe zu seinem Zimmer hochgeht, sondern nur geradeaus den Flur entlang
  2. die Zimmertür eine andere Farbe hat (indische und brasilianische Flagge unterscheiden sich da doch sehr)
  3. in einem Einzelzimmer plötzlich 3 Hochbetten stehen
  4. in diesen Betten 2 andere Personen liegen?
  5. man sein eigenes Zimmer offensichtlich nicht abgeschossen hat?
Jetzt kann ich drüber lachen, aber das ist eine Erfahrung, die ich nie wieder erleben will. Horrorstory... da schaue ich mir doch lieber noch mal das Handballspiel an.

Der Typ musste übrigens am nächsten Morgen früher als geplant auschecken.

Hockey Night In Canada - Part III

Es ist wieder soweit. Hockey-Night in Canada. Heute gegen den "Nachbarn" aus Cape Breton. Die Stimmung ist grandios und die Halle komplett gefüllt.

Okay, beim ersten Hockey-Game darf man schon mal auf die Knie gehen ;)






Das Spiel kommt allerdings nicht so richtig in Gang, was meiner Müdigkeit vom Hike nicht gerade entgegenkommt. Nach 30 Sekunden wird abgebrochen, da mit der Beleuchtung etwas nicht in Ordnung ist. Können wir nicht noch mal die Nationalhymne singen? Man stelle sich das in Deutschland vor... nicht nur beim Länderspiel, sondern bei jedem Spiel.
Nach 10 Minuten geht's dann endlich weiter. Auch wenn ich keinen Unterschied bei den Lichtern erkennen kann. Das erste Drittel bleibt ereignis- und torlos und ich sehne mich nach wenigstens einer kleinen Rangelei.

Ich sagt kleine Rangelei und nicht einen kompletten Knockout unseres Spielers. Schreckminuten zu Beginn des zweiten Drittels. Der arme Kerl liegt auf dem Eis und bewegt sich nicht. Den hat's komplett ausgeknockt, was in Halifax noch die Presse für Tage beschäftigen wird. Eine saftige Gehirnerschütterung, aber wieder auf dem Weg der Besserung. Sah aber auch echt brutal aus.







Knockout

und schon geht die Prügelei los


 



Offensichtlich hat das aber die Mooseheads aufgeweckt, denn jetzt herrscht Action auf dem Eis. Die Mooseheads gewinnen gegen die Screaming Eagles mit 4:2. Auch wenn es nicht Tore hagelt wie beim Handball. Das kann ich mir dann morgen ansehen im Livestream. Handball-EM-Finale.

On The Beach

What a week... so far. Letzten Samstag früh raus. Für meine momentanen Verhältnisse ist früh 7:30am. Aber immerhin perfektes Hikingwetter. Bis jetzt. Mit dem Bus zum Treffpunkt und schon mal an den Schnee gewöhnen. Der liegt immer noch recht hoch, aber schon halb festgetreten.

Noch schnell einen Kaffee bei Tim's und dann los Richtung Crystal Crescent Beach. Ja, richtig gehört... Beach wie Strand. Kaum im Auto und 5 Minuten unterwegs, schon blockieren dicke Schneeflocken die Sicht. Wir haben aber Glück und am Strand ist wieder alles ruhig. Ein bisschen Wind, aber sonst lässt sich die Sonne auch mal zwischen den Wolken blicken.



Noch schnell eine kleine Vorstellungsrunde (inklusive aller Hundenamen) und dann immer dem Trail entlang. Sofern der nicht komplett zugeschneit ist.





Mit den Hunden macht es einen Riesenspaß und denen wohl auch. Eine Schneewolke jagt die nächste, bis wir auf einen anderen Vierbeiner treffen. Der hockt gemütlich im Baum und kaut Rinde. Man gut, dass wir die Namen der Hunde wissen, denn jetzt geht das Gebrüll los. 10 verschiedene Leute versuchen die Hunde vom Baum fernzuhalten. Bei 4 von 5 klappt das ganz gut, aber eine will nicht hören. Poppy ist zu neugierig und schnuppert an dem mittlerweile in aller Seelenruhe vom Baum gekletterten Stachelschwein herum. Sah ja irgendwie schon lustig aus. Fast provozierend vom Baum klettern, den Hund noch dreist anstarren und dann langsam davon trotten. Frei nach dem Motto: Komm und trau dich ruhig, wirst schon sehen was du davon hast. Die Nase war dann aber zu dicht dran und somit für die ersten der Hike zu Ende. Keine Sorge, wir haben hinterher erfahren, alles halb so schlimm und wieder in bester Ordnung.

 

autschn
 
Also können wir wieder in Ruhe die Wahnsinnsaussicht genießen. Ich würde ja stundenlang auf die perfekte Welle für ein Foto warten, aber der Gruppenzwang ist dann doch zu groß. Mit den Sonnenstrahlen bietet sich ein eindrucksvolles Panorama.













Oh hello beautiful ocean...

and hello River

and Sirus






Susan, die Organisatorin des Hikes







Bei unserem Lunchstop sehen wir auch noch einen Seehund. Auf dem Foto nur als kleiner Punkt, aber mit dem Fernglas von Blake doch eindeutig zu erkennen.

Trsut me... it's really a seal


Nach 4 Stunden Schnee, Sand und Eis sind wir wieder zurück an den Autos und Blake gibt uns noch eine kleine Sightseeing Tour auf dem Rückweg nach Halifax. Im Hostel schnell unter die Dusche und ein wenig entspannt, denn gleich geht's weiter zum Hockey!