Thursday, December 26, 2013

White Christmas

So, here it is...Christmas. Wie die Zeit vergeht. Und wir haben sogar weiße Weihnacht. Da haben die kanadischen Wetterfrösche sich zum Glück geirrt. Und der Eissturm hat es ebenfalls nicht nach Halifax geschafft.



In Kanada wird ein wenig anders gefeiert. Am 24. Dezember ist hier nicht die typische Bescherung am Heilig Abend. Wir beginnen unsere Weihnachtsfeier mit einer Runde Schlittschuhlaufen. Ja, richtig gehört. Ich auf dem Eis. Nach 6 Runden übers Eis stokeln und zwei mal getauschten Skates bin ich fix und fertig. Bin allerdings sehr überrascht, das man sogar die Skates umsonst ausleihen kann. Skaten for free. Das gibt's wohl nur in Kanada. Und es fängt sogar noch an zu schneien.


 
Zurück im Hostel dann Vorbereitungen für den Pot Luck. Schon mal vorfuttern für morgen. Als alle satt sind, geht es ans Wichteln. Hier nennt man das Secret Santa. Die Namen haben wir schon vor ein paar Tagen gezogen, damit wir genug Zeit zum ausspionieren und ausfragen hatten. Mein Secret Santa brachte mir ein paar warme Socken. Der wusste wohl, dass ich die morgen brauche. Die Schokolade im Paket ist allerdings schon verputzt.

Weihnachtsbaum mal anders





Boys and their toys

Okonomiyaki (japanischer Pfannkuchen)



Thanks to Anja (Secret Santa), Manami, & Chieko
and Will & Maki for the chocolate





Alle Geschenke sind ausgepackt und wir sitzen vollgefuttert auf dem Sofa (oder dem Fußboden) und quatschen gemütlich. Allerdings sind wir alle so müde, dass um 2230h schon alle ins Bett wollen. Nur der Sohn vom Hostelmitarbeiter ist total aufgekratzt. Kinder an Weihnachten... beneidenswert.

Am nächsten morgen wird offensichtlich, dass ein Kind im Hostel wohnt. Spielzeug überall und der Rest unterm Weihnachtsbaum. Denn Geschenke gibt es hier traditionell am 25. Dezember, Christmas Day. Wir genießen gemütlich den Vormittag, ein Doctor Who Christmas Special im TV  und dann geht es auf zum Polar Bear Dip.






Das ist nichts anderes als Schwimmen im Ozean. Na wenigstens scheint die Sonne. Das Wasser ist gar nicht so kalt, allerdings das stehen im Schnee sorgt für eiskalte Füße. Im Wasser sind wir trotzdem nur für ein paar Sekunden. Dann schnell in die Klamotten und zurück ins Hostel. Auf halben Weg spüre ich meine Füße wieder. Im Hostel direkt unter die warme Dusche und anschließend in die Küche, literweise Tee trinken. Zum Glück habe ich ein paar warme, kuschelige Socken.

on the beach




 
we survived
 

a bunch of crazy peolple
Maki, Timo, Manami, Lisa, Cora, Alina,
Will, Mickella, Shannon & Lennart


Aufgewärmt dann an die Vorbereitungen für das große Christmas Dinner. Kartoffeln, Süßkartoffeln und  Karotten kleingeschnipselt und mehr können und dürfen wir nicht machen. Shane wacht über den Truthahn im Ofen und lässt niemand anders in die Küche. Dann bleibt noch genug Zeit um sich unter der Bettdecke zu verstecken und aufzuwärmen. Wir sind alle total erledigt. Der Polar Bar Dip hat eine Menge Energie gekostet.




Eine halbe Stunde vor dem geplanten Dinner ruft uns Timo zum Essen. Der Tisch ist schon gedeckt und Shane serviert Truthahn und Braten mit Kartoffelbrei, Soße, Gemüse und Brot. Lecker und genau was wir brauchen. Als Dessert gib es warmen Applepie mit Vanilleeis. Vollgefuttert schleppen wir uns in den TV-Room und beenden den Christmas Day mit einem klassischen Weihnachtsfilm. Lord of the Rings.










MERRY CHRISTMAS!
 

Monday, December 23, 2013

The Christmas Song

Weihnachtslieder laufen im Radio oder CD-Player rauf und runter. Kein großer Unterschied zu Deutschland. Bin ja nun aber in Canada und da ist "Caroling" mehr oder weniger Pfllichtveranstaltung. Gesangstalent optional, darauf haben wir uns vorher noch geeinigt. Hätten wir wir wohl doch eher als Grundvoraussetzung angeben sollen.





35 Leute treffen sich also am Shoppingcenter und ziehen dann munter durch die Nachbarschaft und klopfen an Haustüren. Ein paar Leute sind auch wirklich zu Hause und trauen sich die Tür zu öffnen. Haben uns wohl noch nicht gehört.



Insgesamt 11 verschiedene Weihnachtslieder, immer schön im Wechsel singen. Nach den ersten 3 Liedern klingt es auch nicht mehr so ganz schlimm. Allerdings ist die Übersetzung von "Oh Tannenbaum" eine mehr als merkwürdige Version. Wenn man den deutschen Text im Kopf hat, dann auf englisch singen soll und der Text nun so gar keinen Sinn ergibt, muss ich doch etwas anfangen zu lachen. Auch den anderen kam der Text recht seltsam vor. Google weiß eben doch nicht alles.

Nach 2 Stunden sind wir dann doch durchgefroren und machen uns auf den Rückweg. Wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß. Wer macht 2014 mit?



Wednesday, December 18, 2013

In der Weihnachtsbäckerei

Bei dem Schneesturm der uns hier für 2 Tage um Nase und Ohren geflogen ist, war draußen nicht viel zu tun. Außer Schneeschippen alle 30 Minuten.

Kleiner Spaziergang gefällig?





Vor allem ist aber das heutige "Gingerbread-Hostel-Bauproject" zu beenden. Da wir die Küche eh in ein Schlachtfeld verwandeln, backen wir Kekse gleich mit. So ein paar Weihnachtsrituale müssen schon sein. Was mir schon gestern aufgefallen ist, die Backzutaten unterscheiden sich doch etwas von denen in Deutschland. Egal, wird schon schiefgehen.

los geht's



Also munter ans Kekse ausstechen. Zimtsterne, Schoko- und Butterkekse. Eigentlich wollten wir aus dem roten und grünen Teig Zuckerstangen formen. Aber das hat nicht wirklich gut funktioniert. Also entschieden wir uns für Sushi- und Lasagnekekse.


Zimtsterne

 
tut's auch zum Ausstechen

 

 
 
Die Kekse alle aus dem Ofen und die ersten gleich gegessen. Dann beginnt die wohl lustigste Bauaktion die je in einer Küche stattgefunden hat.

So viel sei gesagt, wir hatten alle keinen Plan mehr, welches "Bauteil" Dach oder Wand ist. Also die einzigen zwei Teile zusammengesetzt von denen wir wissen, an welche Stelle sie gehören. Der Rest dann irgendwie "Frei-Schnauze" zusammenzementiert. Ist wie Jenga spielen nur Rückwärts. Bloß kein Stück bewegen eh der "Zement" getrocknet ist. Zum Glück hat Mikella den Zuckerguss gut vorbereitet. Nur ist die Küche zu warm, damit der Guss schnell trocknet.



völlig planlos






wer zuerst loslässt hat verloren

Lücken werden mit Gummibärchen gefüllt

Langsam aber sicher nimmt das Haus Form an. Irgendwie fehlen aber ein paar Teile. Die hat bestimmt ein hungriger Gast in der Nacht verspeist. Unsere Hostelmaus Jerry hat so einen großen Hunger nun wieder auch nicht. Zum Glück haben wir eine Ersatzplatte gebacken, damit wir noch Teile zurechtschneiden können.


gar nicht mal so schlecht
Nach 5 Stunden ist die Weihnachtsbäckerei dann zum Glück wieder geschlossen. Das Hostel überlebt am Frontdesk hoffentlich länger als die Kekse. Die waren am nächsten morgen alle weg.