Wenn man überhaupt etwas sehen kann. Da will ich unter der Bettdecke gar nicht hervor. Und es ist kalt im Zimmer. Der Wind pustet auch ein bisschen Schnee rein, also kein Wunder. Die Fenster sind in dem alten Gemäuer echt bereit für eine Erneuerung, aber bei einem Haus das unter Denkmalschutz steht ist das ja nicht so einfach.
Was macht man also bei einem Blizzard? Der vernünftige Mensch bleibt drinnen. Aber seit wann bin ich vernünftig? Also Sweater über Sweater, Jacke, Schal, Mütze und Handschuhe an und raus aus dem Haus. Draußen herrscht absolutes Chaos.
Der Gehweg ist mit guten 30 Zentimetern bedeckt. Schneeschippen tut niemand vor den Stores, denn die sind alle geschlossen. Nur Lennart darf vorm Hostel Schnee schippen. Allerdings ist das eine Neverending Story. Sehen kann man gerade mal 10 Meter weit, sobald die nächste Böe den Schnee aufwirbelt ist man allerdings komplett blind.
Trotzdem schaffe ich es bis runter zum Hafen. Dort reicht mir der Schnee allerdings schon bis zu den Knien. Und der Wind ist so heftig, dass man kaum gehen kann. Also schnell Foto und wieder zurück. Der Schnee fühlt sich durch den Wind wie Nadelstiche an. Kein Wunder bei -26°.
Normalerweise brauche ich für den Rundweg zum Hafen nur 30 Minuten. Nach einer Stunde bin ich wieder im warmen Hostel und tue das, was ich gleich hätte machen sollen. Ich verstecke mich unter meiner Bettdecke.





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