Sunday, December 15, 2013

'Zat You, Santa Clause?

Weihnachtszeit ist ja auch Weihnachtsmarktzeit. Zumindest in Deutschland. Offenbar haben sich aber genug Deutsche hier angesiedelt um einen Christkindlmarket zu veranstalten.
Also machen wir uns auf den Weg. Das Wetter spielt mit, nach 2 Tagen heftigem Regen und Sturm endlich wieder Sonne. Da macht die Fahrt mit der Fähre gleich doppelt Spaß. Ich glaube Maki ist noch nie auf einer Fähre gewesen. Geschweige denn auf einem Boot. Wie ein kleines Kind ... völlig aufgedreht steht sie an der Reling. Sind zwar nur 5 Minuten fahrt, aber besser als 30 Minuten laufen. Zumindest für Maki und Will.





Yeah, that's a ferry. Not very spectacular





Der Christkindl-Markt befindet sich gleich in der Halle neben dem Fähranleger. Makis Kommentar "Oh, ich dachte wir müssen noch laufen" sorgt bei mir für Gelächter. 5 Minuten Fußmarsch sind für Maki schon eine Weltreise. Bei kanadischen Temperaturen ist der Großteil der Shops auch drinnen besser aufgehoben. Ein kleiner Teil mit Karussel (for free) ist allerdings draußen. Wir gönnen uns "Bratwurst und Glühwein". Die Verkäuferin am Stand fragt mich völlig verunsichert, ob ich aus Deutschland komme. Nun bin ich völlig verwirrt. Sie sei sich nicht sicher, da ich meinen Akzent offenbar schon verloren habe klinge ich nicht deutsch, aber Kanadier würden niemals nur Senf zur Bratwurst essen. Kurz überlegt und muss ihr Recht geben. Das ist wohl wirklich typisch deutsch. Sie erzählt mir gleich, dass ihre beste Freundin aus Deutschland kommt und in der Halle auch einen Stand hat und Kuchen verkauft. Die "Cake-Lady" hat sich vor 20 Jahren aus Deutschland verabschiedet und zaubert hier jetzt Torten und leckeres Gebäck. Warum musste ich jetzt an meine Arbeitskollegen Thomas denken? Deutsche Backkunst scheint im Ausland wirklich gut anzukommen.







Große Kids dürfen auch mal

 

Draußen wird es aber nun langsam doch etwas frisch und wir wollen uns Santa ansehen. Hier sitzt Santa Clause auf einem großen roten Sessel und ein helfender Elf lässt ein Kind nach dem anderen zu  Santa um seine Wünsche mitzuteilen. Wir haben "das große Kind" Manami dabei und da die vom Glühwein leicht angeschwipst ist redet Anja ihr ein, dass auch Erwachsene mal auf Santas Schoß sitzen dürfen. Ein richtig netter Santa ist zwar kurz irritiert, freut sich aber auch sehr, dass Manami extra den weiten Weg von Japan gemacht hat nur um ihn zu besuchen. Eben ein sehr authentische r Weihnachtsmann Will, Maki und ich müssen uns schon etwas beherrschen um nicht zu lachen. Irgendwie ist die ganze Situation schon urkomisch, vor allem wenn man die skeptischen Blicke der Eltern drum herum sieht. Zu allem Überfluss, sieht man Manami auch an, dass sie Alkohol getrunken hat. Japaner vertragen wirklich keinen Alkohol. Es gibt noch eine Zuckerstange und ein Happy Holidays.

Kleiner Unterschied zu deutschen Weihnachtsmärkten... hier gibt es wesentlich weniger "Fressbuden". Handarbeiten, Kunst, Kerzen und Weihnachtsdeko dafür umso mehr. Ich treffe eine Künstlerin aus Nova Scotia die handgefertigte Ketten und Armbänder herstellt. Die Schmuckstücke habe ich schon in einem Laden hier gesehen. Wunderschön, mir aber mit 75 Dollar (plus Steuern) dann doch als zweites Schmuckstück zu teuer. Wir unterhalten uns und ich erzähle ihr, dass ich ihre Arbeit schon im Laden bewundert habe und dort diese Kette mit einem Drachen gesehen habe. Sieht ein wenig aus, wie Fuchur aus der Unendlichen Geschichte. Was dann passiert ist so typisch für Kanadier (oder eine gute Geschäftsfrau). Sie glaubt zu wissen, welche ich meine und holt aus ihrem Koffer eine Kette hervor. Da die Kette aus der "Restekollektion" ist und sie mir so gefällt, würde sie mir diese für 30 Dollar inklusive Steuern verkaufen. Meine Augen machen wohl nur noch blingbling  bei dem Schnapper und schon wechselt das gute Stück den Besitzer. Wie gut, dass die im Laden nicht gekauft habe.



Anja kauft Brezeln und eine Mütze. Dann machen wir uns auf den Weg zurück. Da es jetzt wesentlich kälter ist, bleiben die anderen im unteren Teil der Fähre. Schön warm und gemütlich. Mimosen. So kalt ist -12° nun auch wieder nicht. Im Hostel, das mittlerweile auch mit Christmaslights geschmückt wurde, dann noch unseren Weihnachtsmovie (Rocky III) gesehen und dann ab ins Bett.

die üppige und liebevolle Deko am Hotel gegenüber

Model "Hauptsache es leuchtet" am Hostel



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