Thursday, July 4, 2013

Oh Canada

Yeah, it's Canada Day!

Shopping for Canada Day

Vorfeiern am Fluss
 
 
I love, love, love, love, looooove Canada Day. Alles ist beflaggt mit kanadischen Fahnen. Gebäude, Autos, Müllwagen, Briefkästen und jeder Kandier trägt ebenfalls Flagge. Sei es als Kleidung, im Gesicht, auf Armen, Beinen oder sonstigen Körperteilen, in den Haaren.... einfach überall Ahornblätter, Fahnen und alles in rot-weiß.




würde es bei uns nicht geben, oder?



 
 
Sogar die Mounties tragen heute Cowboyhut mit Mapleflag. Möchte nicht wissen wie die entschieden haben wer von ihnen die überhaupt nicht warme Uniform tragen darf. Die tragen Mounties ja nur bei speziellen Anlässen, aber wenn Canada Day kein spezieller Anlass ist, was dann? Und immer nett lächeln musst du auch noch. Und jeder will ein Foto mit dir haben. Da macht der Job in glühender Hitze bestimmt doppelt so viel Spaß.

I think I know why they are smiling....

...see, that's why

Das Wetter hat sich in den letzten Tagen um 180 Grad gedreht. Sind wir vorher noch fast abgesoffen, strahlt jetzt die Sonne vom Himmel. Perfekt für einen Nationalfeiertag.

Pünktlich um 1200h wird im Park die Nationalhymne angestimmt. Bis eben wurde dort bereits gepicknickt und gemütlich in der Sonne gelegen. Jetzt steht jeder und singt die Hymne. Zum Glück hab ich vorher noch den Text geübt. Will ja nicht gleich auffallen. Fertig mit den mehr oder weniger schiefen Gesangskünsten heißt es dann weiter faul in der Sonne liegen. Oder bummeln gehen. Ich muss ja heute leider noch arbeiten. Hoffe nur, dass ich mal zeitig raus darf. Will das Feuerwerk nicht verpassen. Immerhin kann ich schon die Parade nicht sehen.

Also heißt es für mich wieder rauf auf den Berg und ab in warme Küche. Wenn draußen gute 35 Grad sind, ist es hier noch mal 10 Grad wärmer. Trinke Wasser wie ein Kamel und schwitze trotzdem alles gleich wieder aus. Nachdem Rich dann auch noch fast die Küche in Brand steckt, ist es eine wahre Freude dort zu arbeiten. Immerhin haben wir Glück und können die Küche zeitig schließen.

Dann schnell Makoto eingesammelt und noch im Pub ein Bier getrunken und ab geht's Richtung Downtown. Hier ist ordentlich was los und im Park haben sich schon alle mit Decken und Stühlen ein gemütliches Plätzchen gesucht. Von der Bühne gibt es Livemusik und es herrscht eine ausgelassene Stimmung.

Der Vorteil das Banff eine doch recht beschauliche Größe hat ist, dass man immer Leute trifft die man bereits kennt. So gesellen wir uns im Park zu Emma und Gideon. Die beiden haben bis letzte Woche im Hostel gewohnt und haben sich nun ein Appartement gesucht. Ich hab die beiden und vor allem ihren britischen Humor schon vermisst. Da wir ja Livemusik haben, singen wir ausgelassen mit. Bei 99 Luftballons halte ich mir allerdings die Ohren zu. Gibt's denn wirklich kein besseres Lied aus Deutschland? Dann doch lieber Don't Stop Believin' von Journey. Gideon und ich singen wohl zu gut... jedenfalls rutscht Emma immer weiter weg. Hauptsache es macht Spaß.




Zum Glück für Emma geht schon das Feuerwerk los. Es scheint witzigerweise überall auf der Welt üblich zu sein dieses Schauspiel mit 'aaahs' und 'oooooohs' zu kommentieren. Der Stimmung tut es jedenfalls keinen Abbruch. Das Feuerwerk hätte ein wenig länger dauern können und ganz ehrlich: ein bisschen mehr hätte es auch sein dürfen. Vielleicht darf es das aber auch nicht. Immerhin lebe ich hier in einem Nationalpark. Gideon fragt sich schon, was wohl die Tiere davon halten. Gute Frage über die wir bei einem Bier im Pub weiter diskutieren.




Wir sind im Tommy's gelandet und sogar noch einen freien Tisch haben wir bekommen. Zum Glück,  denn langsam beginnt der Alkohol zu wirken. Ich vergesse, dass ich hier in 1.384 Meter Höhe lebe. Da wirkt das dann gleich anders. Hannover hat ja glaub ich gerade mal stolze 55 Meter zu bieten. Trotzdem gönnen wir uns eine Runde nach der nächsten und die Stimmung wird immer ausgelassener. Zwischendurch laufen Kristyna, Sasha, Sean und Adam an uns vorbei. Adam scheint in bester Stimmung zu sein und verteilt "Volunteer-Hugs".

Alina, Makoto, Emma & Gideon

Wir bekommen von Makoto ein wenig Geographieunterricht und Emma will nicht so wirklich begreifen, dass Honkong in China liegt und definitiv nicht in Japan. Liegt aber bestimmt auch am Alkohol. Jedenfalls wundert sich Makoto das ich die 4 größten Inseln Japans kenne. Hat sich meine Schwäch für japanische Filme und Kultur ja doch mal gelohnt. Als er dann versucht uns die japanische Sprache und Schrift zu erklären sind Gideon und ich raus. Emma schlägt sich tapfer und will nicht aufgeben. Das versteh ich schon nüchtern äußerst schwer, aber nach 6 Bier mach ich da nicht mehr mit.


today everyone and everyting is canadian

Um 0300h schmeißt uns der Barkeeper dann mehr oder  weniger raus. Und da stehen wir nun und haben was? Genau, Hunger! Zum Glück ist McDonalds gleich nebenan. Was so ein Cheeseburger doch für eine Delikatesse sein kann. Bleibt noch der Rückweg. Emma und Gideon haben gut lachen, die müssen ja auch nicht den Berg rauf.


Ich stelle aber fest, dass der Weg irgendwie nicht so anstrengend ist wie sonst. Liegt aber vielleicht auch am verminderten Tempo in dem Makoto und ich den Berg raufschlendern. Um 0330h liege ich dann im Bett. Und ich frage mich ob Adam wirklich "Volunteer-Hugs" verteilt hat oder ob ich mir das eingebildet habe. Sicher bin ich mir aber mit etwas anderem. Das war nicht der letzte Canada Day den ich hier gefeiert habe.


Ähm... ja und dann wäre da noch was. Bin morgens mit einem Tattoo aufgewacht und habe ehrlich gesagt keine Erinnerung mehr wie das hingekommen ist oder wer das gemacht hat. War offensichtlich ein toller Tag und eine tolle Nacht :)


 

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