Sunday, May 12, 2013

A Walk In The Park

Das Wetter sieht heute nicht besonders aus. Die Nacht hat es schon geregnet und besonders hell  ist es gerade auch nicht. Aber immer noch warm. War dann wohl nichts mit Abkühlung. Noch schnell den Rucksack gepackt und ab Richtung Stanley Park. Die Kilometer von gestern haben nicht gereicht. Außerdem ist das gutes Training für den Wildlife-Trip nächste Woche.


Kaum vor der Tür habe ich etwas wichtiges vergessen. Meine IPod... ohne den geht ja eigentlich überhaupt nichts. Da ich aber eben schon nicht mehr wusste ob ich meinen Schrank wirklich abgeschlossen hatte, wollte ich nun nicht wieder hochlaufen. Dann geht's eben mal ohne.

 
English Bay
 
Inukshuk (mit Möwen)

Es regnet ein bisschen, aber der Ausblick auf die English Bay ist trotzdem umwerfend. Jetzt weiß ich auch warum ich keinen MP3-Player brauche. Das Geräusch von Regen finde ich extrem entspannend. Und wirklich kein anderes Geräusch war zu hören. Und das obwohl wir uns immer noch in der Stadt aufhalten. Hätte im gehen einschlafen können. Aber erst mal immer an der Küste entlang und dann ab in den Park. Wirkt eher wie ein Wald und nicht wie der klassische Park. Aber soviel sei vorab verraten: ich habe eh nicht alles abklappern können.


Wald ist auch okay. Wanderfeeling kommt auf. Nur die Wärme ist gewöhnungsbedürftig. Tropenklima... schwitzen von innen und außen. Der leichte Regen tut sein übriges. Aber still ist es. Nicht zu hören und keine Menschenseele weit und breit zu sehen. Nach 40 Minuten huscht ein Jogger vorbei. Das war es dann aber auch wieder für die nächste Stunde.




Kreuz und quer geht es hin und her. Die Karte hatte ich zwar dabei, aber so ist das Entdeckerfeeling viel besser. Ich weiß, es sind nur Bäume. Ich tue so als hätte ich noch nie welche gesehen.

 
 
Irgendwann komme ich auch an den Beaver Lake. Da baut sich eine Biberfamilie ein ordentliches Heim. Statt Bibern hatte ich aber Gesellschaft von Squirrels, Enten, Kanadagänsen und einer Schildkröte. Die erste Schildkröte in freier Natur... faszinierend.
 
 
 
 
Canada Goose, but a really nice one ;)
 
 
 
 
So langsam muss es aber weitergehen. Wird kalt wenn man länger am Wasser sitzt. Also wieder auf den nächsten Trail. Immer noch ohne Plan. Müsste mich aber der Straße nähern den Geräuschen nach. Na ja fast. Eine Brücke über die Straße ist auch okay. Auf der anderen Seite ist noch mehr Wald.


 
 
Also immer weiter. Nach 4 Stunden zügigem Spaziergang wird es langsam Zeit für den koordinierten Rückweg. Also immer geradeaus. Und plötzlich stehe ich wieder an der Küste. Allerdings auf der anderen Seite der Landzunge. Hier war ich gestern schon mit Zoey. Dann jetzt eben in die andere Richtung. Hat sich gelohnt, denn irgendwie muss ich ja auch mal im Pazifik spazieren gehen.
 
Third Beach von der Küste aus
 
und vom Wasser aus gesehen
 Durch die vielen kleinen Buchten haben sich kleine Sandstrände gebildet. Also Schuhe und Socken aus und ab ins Wasser. Ziemlich blöde Idee mit kaputten Füßen aber schon zu spät. Nach dem Fußbad im Ozean dann gleich die Sonne ausgenutzt die sich kurz gezeigt hat. Sehr gemütlich, aber bevor ich eindöse lieber weiter Richtung Hostel. Zwei Buchten weiter muss ich dann aber doch noch mal die Aussicht genießen.
 

 
Das ich 7 Stunden gelaufen bin, merke ich nun auch langsam. Geschafft haben mich aber die letzten 2 Blocks zum Hostel. Immer schön steil bergauf. Aber ich wollte ja unbedingt Training. Und dabei muss ich morgen schon wieder los. Trekkingschuhe kaufen.

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