Monday, March 10, 2014

Viva Las Vegas

Oh Sorry, ich meinte Viva Niagara Falls. Ich glaub ich habe eine Blog-Blockade... das ist jetzt der dritte Schreibversuch. Wenn es jetzt nicht klappt, lade ich nur noch Photos hoch.

Fangen wir mal mit den grundsätzlichen Dingen an. Niagara Falls ist eine eigene Stadt und gehört nicht zu Toronto. Es ist zwar alles etwas größer hier, aber so riesig nun auch wieder nicht. Dafür könnte ich mit Rückenwind in die USA rüber spucken oder Schneebälle über die Grenze werfen. Aber ich will mich ja nicht mit einem dieser Drei-Buchstaben-Vereine anlegen.

Die Anreise war ganz gemütlich, immer mit dem Zug von Ottawa nach Toronto, am Lake Ontario entlang, in Toronto einen anderen Zug erwischen und dann noch einen Bus. Um 4:40pm habe ich dann endlich im Hostel eingecheckt. Klein und gemütlich, mit sauberen Zimmern und einem großen Aufenthaltsraum. Außerdem nur 30 Minuten bis zu den kanadischen Fällen. Die Sachen werden auch nur kurz im Schrank verstaut und dann Richtung Niagara Fälle.













Immer am Fluss entlang, allerdings hört man nicht einmal das Rauschen des Wassers. Geht in gefrorenem Zustand auch schlecht. Nach guten 20 Minuten kann ich dann aber doch das vertraute Rauschen von Wasser hören. Direkt hinter Rainbowbridge befinden sich die amerikanischen Fälle, halb gefroren und mit Schnee bedeckt. Etwas weiter dahinter auf der kanadischen Seite dann der Horseshoe. Die kanadische Seite ist wesentlich eindrucksvoller, aber auch hier gibt es einen Mix aus Eis, Schnee und donnernden Wassermassen. Wie das im Sommer aussehen muss?

Was aber das ganze Jahr über gleich aussieht ist auch gleichzeitig die Schattenseite des Naturwunders. Diese hat allerdings weniger mit Natur, sondern eher dem Gegenteil zu tun. Menschheit verbaut sich eine der spektakulärsten Aussichten mit Hotels, Casinos, Aussichtstürmen, Restaurants, Cafes und sonstigen Attraktionen. Das Geblinke und Geleuchte ist ausnahmsweise auch auf beiden Seiten gut vertreten. Touristenfalle vom feinsten. Warum nicht einen Nationalpark daraus machen und die Leute müssen eben ein wenig laufen um die Wasserfälle zu sehen? Nein, da wird lieber mit offener Autotür langsam vorbeigefahren oder mitten auf der Straße angehalten. Furchtbar und eigentlich unendlich traurig. Aber ich bin ja nicht besser. Trage ebenfalls meinen Teil zum italienischen Imperium bei. Auf der kanadischen Seite gehört der gesamte "Entertainment- und Hotelkomplex" gerade mal drei verschiedenen Familien. Diese Info gibt mir ein kanadischer Photograph, als wir gemeinsam auf die nächtliche Beleuchtung der Niagara Fälle warten. Und das bei -15° und eisigem Wind.


 
 
 

 


Der Winter hat aber einen Vorteil. Statt tausend Touris hat man auf seinen Photos nur ein paar hundert davon. Wenn es am Wasser zu kalt wird, flüchtet der Tourist in eines der Casinos oder vertreibt sich die Zeit in einer der unzähligen Attraktionen. Hier leben könnte ich nicht, das ist wie Frühlings-. Schützen- und Oktoberfest zusammen das ganze Jahr über. Die Hälfte aller Geschäfte ist ja noch geschlossen.












Am dritten Abend überredet mich mein Roomie Sarah allerdings doch ein wenig um die Häuser zu ziehen. Sarah ist Australierin, hat aber ein halbes Semester in Celle studiert und derzeit studiert sie in den USA. Kleine Welt.

Wir beginnen natürlich mit den Niagara Fällen und erliegen dann der ersten Touristenfalle. Der 'Wonder-Pass' beinhaltet 3 Attraktionen und ein 48 Stunden Buskarte. Na da kann man für 25 Dollar nicht meckern. Die erste Attraktion wird gleich ausgenutzt und das ist der Zutritt hinter die Niagara Fälle. Zu dieser Jahreszeit allerdings mehr neben die Fälle, da ein Großteil der Anlage gesperrt oder durch Eis blockiert ist. Trotzdem sehenswert.

na ein typisches Touri-Photo muss sein
 



Zum aufwärmen geht es dann in eine Filmvorführung, die sich Niagaras Fury nennt und der Entstehung der Fälle widmet. Mit 360° Leinwand bzw. Monitoren schon recht lustig. Da es auch durchaus Nass werden kann während der Vorstellung gibt es schicke blaue Müllsacke... äh Regencapes.



Nach einem Blick in die Souvenirshops geht es weiter. Rich hat mir geraten eines der Haunted Houses zu besuchen. Sozusagen Geisterbahn zu Fuß. Ein wenig gruseliger ist es dann schon. Aber leider auch zum totlachen. Muss an das Erlebnis mit Karola in der Geisterbahn denken. Die eine gruselt sich fast zu Tode und die andere sitzt daneben und hat das fieseste Lachen das man sich vorstellen kann. Wir überleben  die Nightmare Factory und beenden den Abend in der Bar des Hard Rock Cafes. Danach geht es zurück ins Hostel.

 




 



nach 8 Stunden Rumgerenne darf das sein

hier wird sich schon vor dem Trinkgeld bedankt





Best One Ever!

Long Island Nr.2

Sarah & Alina

cheers!
  
Der nächste Morgen beginnt grau in grau, also genau richtig um sich das Butterfly Conservatory anzusehen. Tausende Schmetterlinge in allen Farben und Größen. Ich habe noch die einen Schmetterling gesehen der die Spannweite meines Unterarms hat. Finde ich persönlich ja jetzt irgendwie gruseliger als das Haunted House. Aber schön warm ist es hier. Tropische Temperaturen müssen ja sein, damit sich die Flattermänner auch alle wohlfühlen. Allerdings empfiehlt es sich, eine neutrale Kleiderfarbe zu wählen. Außer man möchte mit Schmetterlingen bedeckt sein.





Muss ich den jetzt durch den Zoll schmuggeln?





Für mich war es das dann auch an Attraktionen. Will ja noch in Toronto was erleben. Oder sollte ich ins Casino gehen und ein paar tausend Dollar gewinnen? Nein Danke. Da schaue ich mir lieber die Fälle an und blende den Rest aus. Denn so sind sie am schönsten.

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