Sunday, September 29, 2013

Road Trip

Nachdem wir das Auto endlich haben, sitze ich zunächst etwas ratlos im Auto. Knöpfe, Schalter am Lenkrad ohne Ende. Äh ja... erst mal vorsichtig vom Parkplatz auf den nächsten wechseln. Da ist mehr Platz. Muss erst ein Gefühl für Automatik kriegen. Mittlerweile habe ich festgestellt, dass es ohne Gefühl wesentlich einfacher gewesen wäre.

Marlies und ich fahren zum Hostel und laden unser Gepäck ein. Auch wenn es ein kurzer Weg war, die schweren Rucksäcke wollten wir ncht schleppen. Alles rein, noch kurz im Grocery Store eingekauft und dann ab Richtung Athabsca Falls. Da sich ab und zu die Sonne blicken lässt, wollen wir einen Regenbogen auf unseren Fotos haben. Vor 1700h können wir eh nicht im Hostel einchecken.




 
 
3km vor den Athabasca Falls fängt es an zu regnen. Ich denke noch, gut das ich die Regenjacke habe. Wo im Auto ist die eigentlich? Äh ja.... die liegt zusammem mit meinem kleinen Rucksack noch im Vorgarten vom Hostel. Brauchte ja eine freie Hand um die Pforte zu öffnen. Also wieder zurük nach Jasper. Hoffentlich ist noch alles da. Im Rucksack sind ja bloß Laptop, Papiere, Kreditkarte, sämtlliche Ladekabel und was weiß ich noch alles. Jetzt nicht zu schnell fahren und noch ein Ticket kriegen. Typisch Kanada. Rucksack und Jacke sind nicht mehr im Vorgarten, sondern im Hostel. Die neue Mitbewohnerin hat alles reingeräumt. Danke.

Also wieder zurück. Wenigstens gewöhne ich mich so an das Auto. Und die Landschaft ist eh sehenswert. An den Athabasca Falls trödeln wir noch eine Stunde rum und dann fahren wir rüber zum Hostel. Hier ist noch alles so wie ich es in Erinnerung habe. Selbst Echo ist noch da. Sorry Mr.Noodles aber Echo ist und bleibt mein Lieblings-Hostel-Hund.






Die Nächte in den Wilderness-Hostels sind zwar etwas fröstelig, aber dafür ist es dunkel. Genauergsagt... rabenschwazee Nacht. Kein Licht, gar nichts. War bis jetzt immer der entspannteste Schlaf den ich je hatte. Und still ist es auch. Nur das Rauschen der Athabasca Falls kann ich hören, wenn ich mich anstrenge.

Am nächsten morgen fährt Marlies mit Ryan zurück nach Banff und ich fahre zum Maligne Lake. Und das auf den Bildern ist übrigens Schnee. Ich glaube wir haben den Herbst komplett ausgelassen und sind direkt zum Winter gesprungen. Warum soll man sich eigentlich ein GPS für 12 Dollar pro Tag mieten? Ich kann immer noch Karten lesen und außerdem gibt es hier so wenige Straßen, dass man sich nicht verfahren kann.



Die Maligne Lake Road allein ist schon sehenswert, aber der See hat schon etwas außergewöhnliches an sich. Nach einer Bootstour ist mir allerdings nicht. Viel zu kalt und windig. Dann lieber 'ne heiße Schokolade nach einem spaziergang am See:









 
I didn't do it!
 
 
 


Maligne Lake



 
Ho Chcolate and Nanaimo Bar






Auf meinem Weg zurück mache ich noch einen Stop an den Athabasca Falls.
 
Der nächste Tag führt mich zurück zum Mount Robson. Allerdings diesmal mit Sonnenschein statt Regenwolken. Wirkt auch gleich viel eindrucksvoller. Und zu den Rearguard Falls will ich auch noch mal. Vielleicht springen ja heute die Lachse.




another thig you can see along the road...
Asian tourists chasing animals












and i saw a cowboy *lol*

I can see the signs... but no MOOSE!


guess what... it's another waterfall
 
 


looks like wood, but it's a stone


okay... so me, myself and I going rafting








still more signs
 
 
but no real MOOSE

Auf dem Rückweg nehme ich einen Hitchhiker mit da es wieder angefangen hat zu schneien. Und zu Fuß nach Jasper ist ein laaaaaanger Weg. Die 20 Dollar als Dankeschön nehme ich doch glatt für die nächste Tankfüllung.

Tag 3 in der Wilderness ist mir nach etwas Entspannung und Wärme. Also schnell bei Tim Hortons einen großen Kaffee und Frühstück geholt und dann auf in Richtung Hot Springs. Meine Lieblingsstrecke zum fahren. Seen und ein breites, fast ausgetrockenetes Flussbett. Sieht ein bisschen aus wie Wattenmeer. Wahrscheinlich gefällt es mir deshalb so gut. Das schöne an einem spontanen Roadtrip ist, dass ich überall anhalten kann und machen was ich will.

I pretend to be a mountain goat


 












 
 








Die Hot Springs sind eine wahre Freude bei dem Wetter. Warmes bis heißes Wasser und strahlender Sonnenschein. Mag nicht so wirklich wieder raus, muss aber irgendwann sein. Auf dem Rückweg beschließe ich, an einem Aussichtspunkt kurz vor dem Hostel, den Sonnenuntergang zu genießen und treffe dort auf Cam. Der ist mit dem Moose Bus auf dem Weg in das gleiche Hostel. Na das wird ein lustiger Abend. Bevor es für mich allerdings zum Hostel geht, mache ich wieder einen Stop an den Athabasca Falls. Wo auch sonst.










Wenn es dunkel wirkt, wirkt alles noch viel atemberaubender. Und vor allem ist keine Menschenseele weit und breit zu sehen. Niemand da. Kann mich also richtig austoben und in aller Ruhe Fotos machen. Zurück im Hostel schnell wärmere Sachen agezogen. Da heute klarer Himmel ist, ist Sterne gucken angesagt. Wollte eigentlich mit dem Auto noch mal rausfahren, aber eine Einladung zum Campfire kann ich schlecht ablehnen. Also sitze ich mal wieder mit einer Moose-Group zusammen und Cam versucht Gruselgeschichten zu erzählen. Keine Ahnung wie wir dann beim Thema Disney-Filme landen, aber wir haben Spaß. Und der Sternenhimmel ist so klar, dass wir sogar die Milchstraße sehen können. Leben in einer Stadt hat ja was für sich, aber man vergisst, wie unendlich viele Sterne da oben sind.

Irgendwann wird es dann doch zu kalt und wir verziehen uns in unsere Cabins. Mir ist allerdings so kalt, dass ich kein Auge zukriege. Und das Cam mitten in der Nacht anfängt zu lachen und einen Kommentar zu einer Textnachricht abgibt hilft auch nicht besonders. Er behauptet ja, er habe nichts gesagt, aber Joan hat's auch gehört. Und sonst war ja keiner weiter da.

Am nächsten Morgen dann große Verabschiedung. Ob ich nicht wieder nach Vancouver kommen will? Da wäre es wenigstens etwas wärmer als in den Rockies. Nein danke Cam, mein Plan sieht vor nach Churchill zu gehen. Wenn das nicht klappt, weiter zur Ostküste. Aber mit den Plänen ist das ja so eine Sache. Sollte er selbst ja am besten wissen. Erst Südamerika und jetzt Afrika. Mal abwarten was sich so ergibt. Ich genieße jetzt ein paar weitere Tage in Jasper.

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