Tuesday, September 17, 2013

Under A Clear Blue Sky

Hiking, hinking, hinking..... ich glaub ich hab ein neues Hobby. Auch wenn ich diesen Whistlers Mountain Trip nicht wiederholen werde. Es sei denn, ich habe total lange Weile und jede Menge überschüssiger Energie. Halte ich allerdings eher für unwahrscheinlich.
 
Morgens schnell gefrühstückt und dann wieder Richtung Stadt. Marlies zieht heute weiter Richtung Prince Rupert und muss ihren Zug erwischen. Freddie und ich nutzen die Gelegenheit für free WiFi at Timmies. Gibt's zwar auch im Hostel... aber so was von laaaaaaaaaaaaangsaaaaaaaaaam, dass hier oben kein Skype und keine YouTube erlaubt ist. Upload eines Fotos braucht ungefähr 10 Minuten. Wenn nur der Kaffee dort besser wäre. Farblich getrübtes Wasser, durch das man den Boden des Bechers sehen kann ist nicht die Definiton von Kaffee! Kostet aber auch nur 1,70 Dollar für einen halben Liter. Irgendwo muss man halt Abstriche machen.
 
Wir suchen vergeblich den Farmer's Market bis wir feststellen, dass dieser heute überhaupt nicht stattfindet. Es gibt angeblich einen Jahrmarkt oder ähnliches, nur sind wir zu blöde diesen zu finden. Also beschließen wir einen kleinen Hike zum Riley Lake und den Mina Lakes. Nach dem Wahnsinnshike gestern ist mir zwar eher nach faul in der Sonne liegen, aber es ist Freddies letzter Tag. Und verständlicherweise will man die Zeit sinnvoll nutzen. Da es wieder strahlend blauen Himmel ohne Wolken gibt, hike ich auch wieder in Shorts. Husten und Tropfnase befinden sich eh auf dem Rückzug. Freddie sucht einen guten Hike aus. Nicht zu lang, nicht zu kurz und vor allem kein großer Höhenunterschied.
 
 
 














this map is definitely wrong

 
find the Wapiti



how to kick yourself in the ass :)
 
Am Upper Mina Lake sehen wir nach 2 Stunden die ersten anderen Menschen. Swuirrels laufen uns jede Menge über den Weg, ein Wildhuhn (oder was auch immer) und ein Hirsch. Und was für einer. Macht ziemlichen Krach wie er mit seinem Geweih den kleinen Baum bearbeitet. Man gut, dass wir den oberen Trail gewählt haben. Der Untere hätte direkt an ihm vorbeigeführt. Und bei direkt rede ich hier von keinem Meter Abstand. Wildlife in allen Ehren, aber es hat seinen Grund, dass man 30 Meter Mindestabstand halten soll. Und bei dem Anblick und dem Krach wird einem auch klar warum. Es gibt Tiere denen steht man besser nicht im Weg.
 
Auch wenn es nur ein kleiner Hike war, ist ja auch nicht schwer im Vergleich zu gestern, sind wir ziemlich aus der Puste und belohnen uns mit einer eiskalten Coke. Dann heißt es warten auf den Shuttle zum Hostel. Oben angekommen gleich ab unter die Dusche und dann noch die letzen Sonnestrahlen genießen. Morgen soll es wieder so ein sonniger Tag werden. Kleiner Wehmutstropfen.... Freddie fährt mit dem Moose-Bus zurück nach Banff. Sind ja zum Glück genug ander Leute im Hostel. Obwohl Mitch mich völig irritiert angesehen hat. Das gleiche Spiel wie in Banff beginnt von vorne. Was machst du denn in Jasper und wie kommst du hierher? Äh... mit dem Bus und ich wohne jetzt hier.
Dafür kriege ich am nächsten morgen eine kostenlose Mitfahrgelegenheit in die Stadt. Freddie fährt zurück nach Banff und es ist Zeit für den nächsten Abschied. Ich nutze die Gelegenheit für den Upload der restlichen Fotos und mache mich auf zum See. Gemütlich in der Sonne liegen. Zum See schaffe ich es aber erst gar nicht.
 
Irgendwie bleibe ich vorher am Fluss hängen. Warum hab ich eigentlich 3 Monate in Banff verbracht? Hier ist es viel schöner und das Wasser plätschert hier auch nicht nur so vor sich hin. Athabasca klingt auch viel cooler als Bow. Und irgendwie klingt auch Jasper sogar mittlerweile besser als Banff. Auch wenn ich immer an Julia denken muss, wie sie herzhaft in ein Brötchen beißt... banff! Außerdem hat die Stadt ihr eigenes Maskottchen... Jasper! Noch ein Pluspunkt.
Also immer schön am Fluss lang und was passiert? Ich laufe erstmal schön in einen Hirsch rein. Mindestabstand Alina... Mindestabstand. Was liegt der auch direkt hinter dem Baum und Busch? Da kann ich doch nicht durchsehen. Schön ruhig bleiben und den Rückzug antreten. Man die Viecher sind riesig hier. Zum Glück bleibt es bei der einen Begegnung. Nur Squirrel laufen einem hier ständig vor die Füße. Und Schmetterlinge überall. Na da kann ich mit leben. Immer weiter am Fluss lang bis zur Brücke. Jetzt bin ich schon 12km gelaufen. Geht ziemlich einfach so ohne Höhenunterschied. Zurück geht es an den Bahngleisen entlang Richtung Zentrum. Gerade noch den letzten Shuttle erwischt und zurück zum Hostel.

 
 
 



Squirrel!





someone home?

Wapiti

HUGE Wapiti

Athabasca River


still the Athabasca River



 
guess the name of the river :)


 
 
Am nächsten morgen wieder strahlender Sonnenschein. Jetzt aber auf zum See. Shuttle spar ich mir, denn den Berg runter ist ja einfach. Da es ja hier nicht so viele Straßen gibt, kann man sich ja auch nicht verlaufen. Und immer schön die Augen auf und nach Wapitis Ausschau halten. Zuerst lande ich wieder am Athabasca River. Kleine Pause und das Rauschen des Wassers genießen. Die Strecke vom Fluss kenne ich ja schon von gestern. 
 
















Heute aber ohne direkten Wapiti-Zusammenstoß. Dafür sehe ich drei Wapitis auf der anderen Flussseite. Genau genommen höre ich sie zuerst. Jetzt ist Brunftzeit, darum stehen auch überall die Warnschilder. Ist aber das lustigste was ich seit langem gehört habe. Geht über einen hohne Pfeifton in ein tiefes ..... über. Hätte vielleicht mal eine Tonaufnahme machen sollen. Nach 30 Minuten Beobachtung und bester Photoposition suchen geht es weiter zum Lake Annette.




Spurensuche

I can see you



 
 
Sandstrand und relativ warmes Wasser sorgen bei 32° für angenehme Abkühlung. Allerdings merkt man, dass es Wochenende ist. Hatten wir neulich noch den See für uns alleine (außer dem Wapiti natürlich), muss ich mir heute erst mal einen Platz für mein Handtuch suchen. Geht aber alles prima und die nächsten Stunden verbringe ich entspannt am See. Irgendwie muss ich ja aber noch zurück zum Hostel. Eine Stunde sollte reichen, um den letzten Bus zu erwischen. Hätte auch gereicht, wenn der Bus nicht überpünktlich losgefahren wäre. Da stehe ich nun, eine Stunde in ordentlichem Tempo hierher gestratzt und nun... bleiben nur 2 Möglichkeiten. Okay, 2 1/2... Taxi für 18 Dollar (kommt nicht in Frage, bin zu geizig), also bleibt nur laufen und versuchen zu hitchhiken. Bin ja noch recht fit.


Lake Annette





Die ersten 3 km aus dem Zentrum raus sind ja noch easy. Die nächsten 2 km den Berg rauf werden schon etwas anstrengender. Und warum fährt hier eigentlich kein Auto hoch? Das einzige Auto, dass an mir vorbeifährt hält natürlich nicht an. Blöde Amerikaner. Dafür stoppt der Wagen der gerade den Berg runterkommt. Ob ich zum Hostel hoch muss. Sehe ich schon so erledigt aus? Da machen die doch tatsächlich 'ne Kehrtwende und fahren mich den letzten Kilometer zum Hostel. Sind halt nett, die Bremer. Hier sind sowieso überall nur Deutsche. Hannoveraner ohne Ende und jetzt treffe ich auch noch zwei Bremer. Ich bin jetzt auch ziemlich erledigt. Na viel länger hätte ich nicht auf eine Mitfahrgelegenheit warten müssen. Bin gerade angekommen und hinter mir fährt Ryan mit dem Moosebus auf den Hof. Der lädt mich gleich ein mit zum Dinner in den Whistle Stop zu kommen. Da sag ich natürlich nicht nein. So sitze ich abends mit Ben, James, Gwen, Ruth, Jesse, Scott, Ellie, Donny, Daniel und Ryan gemütlich im Pub und genieße meinen 6 Dollar Burger und ein Guinness.

Hab ich mir nach einer Stunde schwimmen und 25 gelaufenen Kilometern auch verdient.

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